BilderFlut

Fotografie von Wolfgang Siedler

BilderFlut

Fotografie von Wolfgang Siedler

Normalität im Vorbeigehen.

In die Winkel schauen.

Keine Kunst – nichts Künstliches.

Bilder aus dem Leben.

Aktuelle Themenserie

Sequenzen aus dem Hellerlecht

 

Wat schall denn Hellerlecht heet? Na ja – für des Plattdeutschen ungeübte: „Am helllichten Tag“ oder vielleicht „helllicht“. 

Eigentlich hieß es ja „LWL Freilichtmuseum Detmold“. Nach dem intensiven Nachdenken einer Werbeagentur heißt es nun „LWL Museum Hellerlecht“, viele reiben sich die Augen – pardon Ohren – aber die Umsetzung eines ganzjährig geöffneten Hauses mit vielen Angeboten ist nicht zu verachten.

Die Bilder vom Freilichtmuseum Detmold ähneln den Bilder vom Museum Hellerlecht schon sehr.

Bänke

Bänke und Ihresgleichen

Fotografieren von Bänken ist eine meiner Leidenschaften. Ich mache das seit vielen vielen Jahren und habe neben einer profunden Sammlung von „Bänkebildern“ eine ganz eigene Sicht auf Bänke entwickelt.

Bänke sind im urbanen Lebensumfeld ein unverzichtbares Accessoire, in der Landlustidylle der Vororte und Speckgürtel das absolute „must have“ vorm Haus und auf dem „richtigen“ Lande – na ja.

Aber: Es gibt eine große Veränderung. Wegen einer kleinen und fast bedeutungslosen Änderung im Bundeswaldgesetz bauen Kommunen und private Waldbesitzer Bänke und Infotafeln ab. Das Haftungsrecht läßt grüßen! Ein Spaziergang im Wald und prompt fällt mir ein Ast auf den Kopf, Pech gehabt – selbst schuld. Verweile ich auf einer Bank und der böse Ast kommt von oben, Glück gehabt –  der Waldbesitzer haftet. Das wollen die nicht – daher verschwinden jetzt so langsam die Bänke in Wald und Flur. Das ist leider KEIN Witz! 

Ich werde natürlich weiter Bänke jeder Art und an jedem Ort fotografieren und stelle hier schon einmal eine kleine Auswahl an Bänkebildern zur Ansicht bereit. 

UPD 4.2026

Einsame Orte

Hannover’s Ihmezentrum

Hannovers Ihmezentrum. Ab Ende der 60iger Jahre geplant, 1970 im Bebauungsplan der Landeshauptstadt, Baubeginn Ende 1971 und die Einweihung erfolgte im Oktober 1974. 22-stöckige Hochhäuser, über 800 Eigentumswohnungen, 60.000 Quadratmeter Verkaufsflächen, zwei Tiefgaragen, ein Hallenbad und die Vorbereitung der Stadtbahnunterquerung der Linie D. Wow !

Die Idee: Schaffung eines hochverdichteten Wohn-, Arbeits- und Einkaufszentrums in Innenstadtnähe. 

Die wesentlichen Planungsprobleme wurden früh erkannt aber nicht beseitigt: Die Hauptverkehrsebene liegt eine Etage über dem Strassenniveau und ist schwer zugänglich, durch die verwinkelte Gestaltung ergeben sich extreme Windgeschwindigkeiten im Nutzungsbereich und keine Überdachung der Passagen.

Bis 2000 verließen alle Verkaufsankermieter das Ihmezentrum, es gab mehrere Eigentümerwechsel (Investor Engel, die US-amerikanische Carlyle-Group, Landesbank Berlin als Zwangsverwalterin, der israelische Investor Intown, als vorläufig letzte die Civitas Property Group S.A. des Investors Lars Windhorst).

Im Grunde ist das Ihmezentrum ab 2015 dem Verfall preisgegeben. Es werden notdürftige Maßnahmen zur Verkehrssicherungspflicht durchgeführt. Eine Revitalisierung ist nicht in Sicht.

 UPD 7.2026

Leerstand

Leerstand als neues Vermarktungssegment?

Der Leerstand von Ladenlokalen, Büroflächen, Gewerbe- oder Wohnimmobilien gehört heute zum kommunalpolitischen Standardthema, zum gewohnten Anblick in praktisch allen Städten und zum Ausdruck sich verändernder Kauf- und Konsumgewohnheiten.

Daraus machen findige Unternehmen einen neuen Markt bzw. eine neue Einnahmequelle: Leerstandsmanagement als potente Beratungsleistung, als „way out“ für Besitzer „kritischer“ Immobilien und als neues Franchisemodell für Immobilienmakler. Der durchschlagende „turnaround“ scheint sich noch nicht einzustellen. Was sich aber einstellt, ist eine Zwischennutzung für Mieter, Projekte, Gruppen oder Einzelkünstler, die sich eine Location in der Innenstadt niemals leisten könnten aber nun vom Standort profitieren und wieder neugierige Menschen in die Städte ziehen. 

Hier noch ein paar Objekte, die eine gute Nutzung verdient hätten. Und ja – auch Meissner Porzellan macht mangels Umsatz zu. 

UPD 5.2026

 

Lebenswelt

Ferien – die Bildungsgebäude sind (fast) leer

Ferienzeit ist die schönste Zeit im Jahr. Das wußte auch Alice Cooper, als er „School’s out“ sang. Aus Sicht des Fotografen sind leere Bildungsgebäude wie Schulen, Sporthallen, Universitäten, etc. natürlich ein gefundenes Motiv. Ungestört Architektur, Treppen, Fensterfronten, große menschenleere Flächen oder den Verfall öffentlicher Infrastruktur zu fotografieren hat etwas.

Ein Aspekt kommt hinzu: Rein wirtschaftlich betrachtet soll ein Schulgebäude 50 Jahre lang „halten“. Die jährliche Nutzung wird mit +/- 180 – 200 Tagen bzw. 1.500 Stunden angenommen. D. h. Schulgebäude sind mind. 160 Tage im Jahr sozusagen im aktiven „Leerstand“. Mindestens ein Drittel der möglichen Nutzungszeit auf Basis der Abschreibungsraten. Wäre ein öffentliches Bildungsgebäude eine Produktionsmaschine ….

Immerhin: Fotografische Betrachtungen von Schulen und Hochschulen in der Ferienzeit. School’s out for summer.

UPD 8.2026

Mir ist die

Balance

von Optik und Inhalt wichtig

…und dabei den

richtigen Moment

erwischen!

Zu guter Letzt

Die fotografische Ausstattung

Leica SL 2 mit folgenden Objektiven:

Vario Elmarit-SL 24 – 90 mm F 2,8 – 4,0, Sigma DG DN 14 – 24 mm F 2,8

Leica Q1 und Q2M (für alles und jedes)

Sony RX 100 V (für die immer-dabei-Schnappschüsse)

und ab und an das IPHONE 15

 

Texte

Alle Texte dieser Seite sind von mir persönlich geschrieben.

 

Urheberrechte

Copyright © Wolfgang Siedler – für den Inhalt dieser Seiten wird Urheberrechtsschutz beansprucht; das gilt für z.B. für Texte, Tabellen, Fotos, Zeichnungen usw.. Änderungen, Erweiterungen, Abspeicherungen oder Downloads sowie Vervielfältigungen nur mit schriftlicher Zustimmung. Das gilt auch für die Nutzung zu Trainingszwecken für KI-/AI-Systeme.